Wie reinigt man eine Zahnprothese richtig?

Zahnprothese auf Glas

Jeder kennt das berühmte Wasserglas am Nachtkästchen der Großmutter, so werden Zahnprothesen aber nicht gereinigt! Schlechte Reinigung der Prothese kann zu Infektionen im Mund führen und verursacht zudem Kosten. Die Prothese wird 23 Stunden getragen und 1 Stunde gereinigt … das bedeutet: Nach jedem Essen am besten den Mund mit klarem Wasser spülen und die Prothese ebenfalls. Am Abend die Prothese mit Seife gründlich reinigen. Verwenden Sie auf keinen Fall Scheuermittel wie z.B. Zahnpasta. Die Oberfläche der Prothese soll glatt bleiben, an rauen Oberflächen lagern sich leichter Bakterien an. Über Nacht die Prothese in einem Reinigungsbad zu belassen ist ebenfalls für die Oberfläche schlecht.

Den Gaumen und die Zunge schrubben Sie am Abend am besten mit einem Waschlappen. Normalerweise reibt Ihre Zunge am Gaumen, dadurch wird die alte Schleimhaut „abgeschmirgelt“, der Kunststoffgaumen verhindert dies. Sollten Sie mit Seife und Bürste nicht den gewünschten Erfolg erzielen, dann bringen besuchen Sie Ihren Zahnarzt, dieser kann die Zahnprothese wieder auf Hochglanz polieren! Die Zahnprothese regelmäßig reinigen und überprüfen lassen vermindert auf lange Sicht gesehen die Gesundheitskosten. Prothesenbrüche, Aphten und/oder Bläschen im Mund bleiben Ihnen dank guter Zahnarzt Mundhygiene erspart. Teure Behandlungen und Schmerzen können dadurch vermieden werden.

Je mehr Zahnersatz sich im Mund befindet, desto komplizierter wird die Pflege. Mit dem Alter wird jedoch gerade diese häufig vernachlässigt. Hinzu kommt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten: Ältere Menschen essen mehr Süßes und Weiches, gleichzeitig nimmt die Regelmäßigkeit der Zahnarztbesuche ab.  Angehörige und Pflegepersonal in Altersheimen sind oft nicht über die speziellen Anforderungen der Mundhygiene bei älteren Menschen informiert.

In einer Forschungsarbeit wurde die Wirksamkeit von vorbeugenden Maßnahmen bei 102 Senioren, die geistig und körperlich noch recht fit waren, aus acht Seniorenheimen des Rems-Murr-Kreises untersucht. Die Senioren wurden in drei Therapie- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Alle Therapiegruppen erhielten zu Beginn der dreimonatigen Studie eine professionelle Zahn- und Prothesenreinigung; außerdem wurden die Teilnehmer über die weitere Pflege ihrer Zähne informiert, erhielten kostenlose Pflegemittel und wurden später nochmals motiviert. Eine Therapiegruppe blieb ohne weitere Motivation, die zweite Therapiegruppe wurde im weiteren Studienverlauf von einem Zahnarzt und die dritte Therapiegruppe von vorab geschultem Pflegepersonal betreut. Es zeigte sich, dass diejenigen, die am besten motiviert wurden, nicht nur die Zahnprothese am effektivsten reinigten, sondern diese Kontrollgruppe hatte auch die geringsten Beschwerden wie Druckstellen und offen Wundenim Mund.

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